Virtuelles Kraftfahrzeug Museum Austria

Lohner




Lohnerwerke Ges.m.b.H Wien

Die Lohner-Werke sind eine Wagen- und Waggonbaufabrik mit Sitz in Wien, die heute zum kanadischen Bombardier-Konzern gehört. Hervorgegangen aus der k.u.k Hof-Wagenfabrik Jakob Lohner, die unter anderem luxuriöse Kutschen fertigte, stellten die Lohner- werke ab der Jahrhundertwende vorwiegend Motorräder, Lastkraft- wagen und Autobusse, aber auch Straßenbahnen und Flugzeuge her.

Lohner war eines der "Hightech" Unternehmen der Österreich-ungarischen Monarchie. Das erste Hybridelektrokraftfahrzeug der Welt wurde von Lohner-Porsche entwickelt.

Kutschenbau
Gegründet wurde das Unternehmen am 18. März 1821 von Heinrich Lohner, einem Wagnermeister, der vor der Einziehung in die Französische Rheinarmee aus Deutschland geflüchtet war. Er kombinierte in seiner Fabrik die bisher einzelnen Wagenbaugewerbe zu einer Einheit.

Sein Sohn Jacob Lohner war ein Wagenfabrikant von Weltruf, spezialisiert auf Luxus- und Ambulanzwagen. Er arbeitete zuvor beim Sattlermeister Ludwig Laurenzi. Nach dem Meisterbrief schlossen sich Ludwig Laurenzi, Jacob Lohner und Josef Neuhs am 31. Dezember 1851 zur "L. Laurenzi und Companie" zusammen, mit dem Ausscheiden von Neuhs firmierte das Unternehmen als "Laurenzi und Lohner".

1857 heiratete Jacob Lohner Louise, die Tochter von Ludwig Laurenzi, ihr Sohn Ludwig wurde 1858 geboren. Nachdem Ludwig Laurenzi 1859 starb, übernahm Jacob Lohner das Unternehmen. Auf einer Skandinavienreise wurde er am 21. April 1860 per Dekret zum "königlich schwedischen Hoflieferant" ernannt.

Jacob Lohner und sein Schwager Josef Brauner, ebenfalls im Wagnergewerbe, schlossen sich am 31. Juli 1868 unter dem neuen Unternehmensnamen "Jacob Lohner & Companie" zusammen. Mittler- weile produzierte das Unternehmen fabrikmäßig 300 bis 500 Wagen pro Jahr. Ab dem 21. August 1876 durfte Lohner den Titel eines "k.u.k. Hof - Wagenlieferant" führen, er war ebenfalls königlicher Hoflieferant von Schweden, Norwegen und Rumänien.

Das Gelände in Wien 9, Servitengasse 19 wurde zu klein, der große Wagenexport erforderte eine größere Betriebsstätte. Die Produkt- ionszahlen erreichten 1873 bereits 10.000 Fahrzeuge. Die Fabrik wurde nach Floridsdorf verlegt, das neue Fabrikgelände hatte 30.000 m2. Das Direktionsgebäude blieb im 9. Bezirk in der Porzellangasse 2.

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R.S.

AnnoBeschreibungHeute
Lohner Luxuskutsche ca. 1910

Lohner Porsche "Mixte"

Normalleistung: Ps/kW:2,5/1,8 Max. Leistung Ps/kW: 7/5 (20Min), Radnabenmotor vorne, 44 Zellen Accu 80Volt, 300Amp/Std,
Normalgeschwindigkeit: 37km/h, Höchstgeschwindigkeit: 50km/h,

Bauzeit ab 1900, Stückzahl: 300,

Lohner L125

Ps/kW:6,1/4,5 bei9 5300U/min, 1Zylinder Rotax-Zweitaktmotor, 125ccm, Dreiganggetriebe, Höchstgeschwindigkeit: 80km/h, Leergewicht: 130kg,

Bauzeit ab 1954


Baujahr: 1954
Lohner Ski DOO Bj. 1962

Ps/kW:8/5,9 1Zylinder Rotax-Zweitaktmotor, 250ccm, Variomatic Getriebe, Zwei Gummiketten


Motorrad Museum Sigmundsherberg

Straßenbahnbau

<- Lohner E1 - Triebwagen

E-Motor: 2x175kW, 600Volt,
Länge: 20.3m, Leergew.: 23,3t, Sitzplätze: 40, Sehplätze: 65,

Bauzeit: 1967 - 1976,
Stückzahl: 100,

Lohner C1 - Beiwagen ->

Länge: 14,7m, Leergew.: 11,6t, Sitzplätze: 32, Sehplätze: 43,

Bauzeit: 1959 - 1962,
Stückzahl: 190,

Österreichische Kraftfahrzeug Pioniere und Konstrukteure

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