Austro-Fiat AG, Wien 1907-1925
Österreichische Automobilfabrik AG, Wien 1925-1970




1907
wurde in Wien-Floridsdorf das Fiat-Werken (Austro-Fiat) gegründeten. Zunächst wurden Fiat-Fahrzeuge für die österreichisch-ungarische Monarchie montiert, aber noch vor dem 1. Weltkrieg wurde auch die Eigenproduktion von Pkw, Lkw, Omnibussen, Bootsmotoren und Motorpflügen aufgenommen.

1936 wurde mit der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) ein Lizenzvertrag für die Fertigung von Dieselmotoren abgeschlossen, gleichzeitig wurde MAN Mehrheitseigentümer von ÖAF.

Im 2. Weltkrieg wurden vor allem Lkw mit MAN-Motoren produziert; nach 1945 lagen die stark zerstörten Floridsdorfer Fabriken in der sowjetischen Besatzungszone und wurden in die USIA eingegliedert, wodurch die weitere Entwicklung gehemmt wurde. Auch war ein großer Teil der Produktion für die Sowjetunion bestimmt.

1955 wurde ÖAF unter öffentliche Verwaltung gestellt.
Ende der 60er Jahre wurde für das Österreichische Bundesheer das Militärfahrzeug Husar entwickelt. Da sich das Bundesheer aber für den zeitgleich entwickelten Pinzgauer des Konkurrenten Steyr entschied, wurden angeblich nur 136 Stück davon gebaut. Der ÖAF Tornado dagegen war in den 60er und 70er Jahren einer der meistverkauften Lkw in Österreich. Er wurde als Hauber und auch als Frontlenker gebaut.
Erst 1970 wurde die Reprivatisierung der ÖAF eingeleitet, die zur Verschmelzung mit Austro-MAN und 1971 zur Fusion mit Gräf & Stift führte, durch die die Österreichische Automobilfabrik ÖAF-Gräf & Stift AG entstand.

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